Ausschreibung für den Bau des neuen Konzerthauses im Werksviertel

Die Ausschreibung für den Bau des neuen Konzerthauses im Werksviertel am Ostbahnhof läuft. Die Bewerbungsfrist endet am 19. September. Sechs international renommierte Architekturbüros wurden angefragt:
Frank Gehry aus Los Angeles, Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg, Henning Larsen Architects aus Kopenhagen, das Schweizer Architekturbüro von Jacques Herzog und Pierre de Meuron, Schultes Frank Architekten aus Berlin und das Büro Snøhetta aus Oslo.

Mehr Infos gibt es hier: www.konzerthausmuenchen.de

Presseerklärung zur neu aufgekommenen Standortdiskussion vom 29.1.2016

Keine weiteren Verzögerungen des Konzerthausprojekts

Der Konzertsaal München e.V. weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Standortentscheidung zugunsten des Werksviertels für einen neuen Konzertsaal äußert sachbezogen und in einem geordneten Verfahren erfolgte, in dem alle relevanten Gesichtspunkte gewürdigt wurden.

Der nachträglich nicht gerechtfertigten Infragestellung dieser Entscheidung und dabei der einseitigen und nicht tragfähigen Parteinahme für den Standort Postverteilungszentrum an der Friedenheimer Brücke treten wir mit allem Nachdruck entgegen. Nach über einem Jahrzehnt fruchtloser Standortdiskussionen dürfen jetzt nicht weitere Verzögerungen eintreten, die durch keinerlei neue Gesichtspunkte gerechtfertigt wären.

Wir unterstützen vielmehr die Bemühungen der Staatsregierung nachdrücklich, am jetzt gefundenen Standort die Realisierung des neuen Konzerthausprojekts so schnell zu verwirklichen, dass möglichst bis zum Umbau des Gasteigs Anfang der 20er Jahre der neue Konzertsaal zur Verfügung steht.

Die Entscheidung der Staatsregierung, am Standort Werksviertel am Ostbahnhof das neue Konzerthaus zu realisieren, erfolgte unter sachbezogener Berücksichtigung und Würdigung aller relevanten Gesichtspunkte. Sie wurden in einem geordneten Verfahren durch das renommierte Planungsbüro Albert-Speer&Partner (ASP) auf alle untersuchten Standorte transparent und in gleicher Weise angewendet. Im Ergebnis stellte sich der Standort Werksviertel mit deutlichem Abstand zu allen anderen untersuchten Standorten als der optimale heraus. Dies mussten auch wir zur Kenntnis nehmen, obwohl wir sehr lange für den Standort am Finanzgarten eingetreten sind.

Die weiteren vertiefenden behördlichen Untersuchungen und Abklärungen haben das Ergebnis der Untersuchung von ASPbestätigt. Die Sachbezogenheit der Kabinettsentscheidung kann daher nicht in Zweifel gezogen werden.

Vielmehr ist zu kritisieren, dass nunmehr mit fragwürdigen Argumenten und ohne irgendwelche neue Gesichtspunkte vorzutragen, in sehr einseitiger Weise der untaugliche Versuch unternommen wird, die Standortentscheidung für das Werksviertel in Zweifel zu ziehen und gleichzeitig ebenfalls sehr einseitig den Standort Postverteilungszentrum an der Friedenheimer Brücke nochmals ins Spiel zu bringen. Besonders entlarvend ist, dass gegen den Standort Werksviertel eine überlange Liste von Fragen vorgelegt wird, die soweit sie relevant sind, im Vorfeld der Standortentscheidung längst beantwortet sind, während andererseits auf die vielen offenen und bisher nicht beantworteten Fragen zum Standort Paketposthalle überhaupt nicht eingegangen wird. Unter anderem sind bisher folgende Fragen nicht, oder nicht ausreichend nachvollziehbar beantwortet:

1. Gibt es belastbare Aussagen der Post AG über eine Verlagerung des Postverteilungszentrums an einen anderen Standort (ob, wann, zu welchen Bedingungen, Zustimmung der Belegschaft)?

Erst wenn die Verlagerung erfolgt ist, kann mit den Baumaßnahmen für ein neues Konzerthaus begonnen werden. Damit das Konzerthaus möglichst bis zum Beginn des Gasteig-Umbaus zur Verfügung steht, müsste mit den Baumaßnahmen des Konzerthauses 2018 begonnen werden. Ist das am Standort Postverteilungszentrum überhaupt realistisch?

2. Welche zusätzlichen Anforderungen und Kosten sind durch die Tatsache zu erwarten, dass als äußere Hülle die jetzige Hallenkonstruktion bestehen bleiben soll?

Gibt es unabhängige gutachterliche Untersuchungen zu der Fachmeinung, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre das Hallendach erneuert werden muss und mit welchen Kosten ist gegebenenfalls zu rechnen? Sind für die vorgesehenen umfangreichen Einbauten die baustatischen, feuerpolizeilichen und sonstigen bautechnischen Voraussetzungen vorhanden oder müssen zusätzliche Maßnahmen erfolgen und mit welchen zusätzlichen Kosten ist dabei zu rechnen?

3. Das Projektkonzept für diese Halle sieht aufgrund ihrer Größe die Einbauten von mehreren kulturellen Einrichtungen vor. Gibt es dazu, über eine Konzertsaalnutzung hinaus, (z.B. durch Vorverträge) abgesicherte Absichtserklärungen von potentiellen Nutzern, die eine Refinanzierung des Projekts gewährleisten?

Dem gegenüber haben die Untersuchungen bezüglich des Werksviertels im Vorfeld der Regierungsentscheidung eindeutig und nachvollziehbar ergeben, dass sich dieser Standort für die Errichtung und den Betrieb eines neuen Konzerthauses sehr gut eignet. Es ist auch der einzige infrage kommende Standort, an dem die realistische Chance besteht, das Konzerthaus bis Anfang der 20er Jahre vor Beginn des Gasteig-Umbaus zu errichten, sodass München in der Umbauphase einen hervorragenden Konzertsaal zur Verfügung hat und kostenaufwändige und immer nur eingeschränkt funktionierende Zwischenlösungen vermeiden kann.
Wenn aber dieses ambitionierte Ziel erreicht werden soll, dann müssen die weiteren Projektverwirklichungsschritte unverzüglich in Angriff genommen werden und nicht durch weitere nutzlose und überflüssige Standortdiskussionen unverantwortbar hinausgezögert werden. Insbesondere muss unverzüglich eine detaillierte Raum- und Funktionsplanung unter Einarbeitung aller wesentlichen akustischen Anforderungen erfolgen und auf dieser Grundlage noch in diesem Jahr ein Architektenwettbewerb durchgeführt werden. Auf diesen Grundlagen kann dann auch erstmals eine seriöse Kostenermittlung vorgenommen werden.

Wir fordern daher alle auf, die an den weiteren Entscheidungen mitzuwirken haben, die Bemühungen der Staatsregierung sachbezogen zu begleiten und zu unterstützen.

 

München, 29.1.2016

Manfred Wutzlhofer, Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und Robert Röthel
Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende des Konzertsaalverein München e.V.

Erklärung zur Kabinettsentscheidung vom 8.12.2015

"Mit der Festlegung des Werksviertels als Standort für einen neuen Konzertsaal wurde ein bedeutender Meilenstein für eine rasche und gute Realisierung dieses wichtigen Münchner Kulturprojekts gesetzt. Damit wird auch eine über ein Jahrzehnt ergebnislos geführte Standortdiskussion positiv beendet. Das Werksviertel bietet als einziger Standort die realisierbare Chance, das neue Konzerthaus rechtzeitig vor Beginn des Gasteig-Umbaues Anfang der 20er Jahre in Betrieb zu nehmen. Der Konzertsaal München e.V. begrüßt diese zukunftsweisende Entscheidung der Staatsregierung und sagt seine tatkräftige Begleitung und Unterstützung auch für die weiteren Realisierungsschritte, insbesondere auch für die Realisierung eines Saales mit Erfüllung höchster akustischer Anforderungen, zu.

Der Standort Werksviertel bietet alle Voraussetzungen, zeitnah den dringend notwendigen Konzertsaal mit der erforderlichen Qualität zu errichten.

1. Er ist verkehrlich gut erschlossen, öffentlich mit der Haltestelle Ostbahnhof aller S-Bahnen in nur fünf Minuten fußläufiger Entfernung zum neuen Konzertsaal, nur eine Haltestelle weiter als der Gasteig, vom Stadtzentrum nur genauso weit entfernt wie das Prinzregententheater. Ausreichende Kfz-Stellplatzkapazitäten sind vorhanden und können im Bedarfsfall erweitert werden.

2. Es ist bereits ein Bebauungsplan vorhanden, in dem die Konzertsaalnutzung binnen weniger Monate ergänzend ausgewiesen werden kann.

3. Die Stadtentwicklung sieht an diesem Standort auch eine zukunftsweisende Weiterentwicklung als attraktives Kulturquartier vor, was durch den neuen Konzertsaal einerseits unterstützt wird und den Umfeld-Anforderungen eines Konzertsaals andererseits sehr gut entgegenkommt. Viele Teilbereiche des neuen Stadtquartiers werden baulich bereits umgesetzt oder sind schon in konkreter Planung.

4. Der ausgewählte Standort ist lastenfrei sofort bebaubar mit allen besonderen Anforderungen an Akustik und Funktionalität. Er bietet auch die  Möglichkeit, dieses kulturell bedeutende Gebäude mit einer herausragenden architektonischen Qualität und kostengünstig zu errichten.

5. Dank all dieser Voraussetzungen ist dieser Standort besonders geeignet, das neue Konzerthaus zeitnah und rechtzeitig vor Beginn des Umbaus des Gasteigs in Betrieb zunehmen. Damit können auch kostenintensive Interimslösungen mit immer nur eingeschränkter Funktionalität eingespart werden.

Mit diesem wichtigen Beschluss ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass in den nächsten Monaten die notwendigen Entscheidungen über das Betreiber- und Bauträgermodell, die Finanzierung, die Durchführung eines Architektenwettbewerbs sowie über den Start der Planungen für den Baubeginn rasch getroffen werden können."

 

München, 8.12.2015

Manfred Wutzlhofer
Vorsitzender des Konzertsaalverein München e.V.

Planungen für den neuen Konzertsaal im Werksviertel München © steidle architekten

Im Werksviertel München spielt die Musik

Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung für das Werksviertel als Standort des Konzerthauses ist ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung Münchens. Alle neun Eigentümer, die an der Entwicklung des Viertels beteiligt sind, begrüßen die Wahl der Staatsregierung. „Wir freuen uns sehr darauf, dass im Werksviertel das neue kulturelle und musikalische Herz Münchens schlagen wird. Die heutige Entscheidung bestätigt, dass wir mit unserem Konzept für diesen Standort den richtigen Weg gehen.“
(aus der Stellungnahme der Eigentümer des Werksviertels vom 8.12.2015)

Presseinformation: MünchenKlang e.V.

Auch MünchenKlang e.V. begrüßt die Entscheidung zum Bau eines neuen Konzertsaals im Werksviertel

Das Chor- und Orchesterensemble MünchenKlang e.V. begrüßt die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung zum Bau eines neuen Konzertsaals für München und Bayern im Werksviertel am Ostbahnhof und betont, dass bei der weiteren Planung zuvorderst auch die Interessen des musikalischen Nachwuchses Berücksichtigung finden müssen.

Florian Ruhs, Pressesprecher von MünchenKlang e.V., erklärt hierzu: »Es freut uns sehr, dass sich die Beteiligten nach dem noch im Februar drohenden kulturpolitischen Supergau zusammengerauft und rasch eine Entscheidung für die musikalische Zukunft Münchens getroffen haben. Mit dem geplanten Bau im Werksviertel verbinden wir die Hoffnung, dass ein unkonventionelles, junges Konzerthaus gerade auch für die kommenden Generationen entsteht. Der Münchner Osten bietet dafür ein großes Entwicklungspotential. Die bereits vom Kreisjugendring München-Stadt in der Vollversammlung am 10.11.2015 formulierte Forderung – auf Initiative des BDKJ in der Region München e.V. –, das Konzerthaus als Begegnungsstätte für Laien und junge Nachwuchsmusiker zu schaffen, unterstützen wir hierbei mit Nachdruck.«

MünchenKlang e.V. hatte am 7. März 2015 zu einer Kundgebung »Das eine tun, das andere nicht lassen! – München braucht zwei große Konzertsäle!« am Odeonsplatz aufgerufen. Rund 500 Künstler, Freunde klassischer Musik sowie Laienchöre und -orchester setzten vor der Feldherrnhalle ein starkes Zeichen für einen zweiten Konzertsaal.

Übersicht über die aktuelle Berichterstattung

In unserer Rubrik "Pressestimmen" informieren wir Sie über die aktuelle Berichterstattung zum Thema "Neuer Konzertsaal für München":
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Infobrief des Konzertsaal München e.V.

Der Konzertsaal München e.V. und die Freunde des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk e.V. setzen sich intensiv für die Errichtung eines neuen Konzertsaals in München ein und fordern die zeitnahe Verwirklichung des Projekts.

Lesen Sie hier mehr dazu in unserem Infobrief.

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Mariss Jansons spendet 250.000 Euro für einen neuen Konzertsaal

Der Konzertsaal München Verein gratuliert dem Dirigenten Mariss Jansons zum Ernst von Siemens-Musikpreis und dankt ihm für die Spende von 250.000 Euro.  » WEITERLESEN

Konzertsaal München e.V. für einen neuen Konzertsaal in München

Konzertsaal München e.V. setzt sich für die Errichtung eines neuen Konzertsaals in München ein.

Wir informieren Sie auf unserer Homepage über der Stand der Dinge in der Diskussion um einen neuen Konzertsaal für München.

Lesen Sie hier alles über den Verein und seine Zielsetzung.

Unter "Aktuelles" gibt es umfassende Informationen zu den Studien über die Doppelbelegung des Gasteigs und die bisherige Standortsuche.

Unter "Pressestimmen" finden Sie die wichtigsten aktuellen Berichterstattungen in der Presse.

Außerdem bieten wir Ihnen umfangreiche Informationen zu geplanten und wegweisenden Konzertsälen weltweit.

Konzertsaal Helsinki © Musiikkitalo / Arno de la Chapelle

Neue Konzertsäle sind eine Investition in die Zukunft

Innovative Kulturbauten spielen in der Stadtentwicklung eine wichtige Rolle.
Auf unseren Weltweit-Seiten informieren wir über neue Konzertgebäude, visionäre Architektur und Bauvorhaben in aller Welt. 
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Ab sofort ist der Konzertsaal München e.V. auch auf Twitter zu finden.

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München braucht einen neuen Konzertsaal

Die Musikhauptstadt München benötigt einen hervorragenden Konzertsaal, um international konkurrenzfähig zu sein. Für exzellente Dirigenten und Musiker sind professionelle Arbeitsbedingungen erforderlich. Mit einem akustisch hochwertigen Saal wird München darüber hinaus wieder verstärkt internationale Orchester anziehen. Bayern sollte in seiner Musikmetropole über einen Saal für ganz Bayern verfügen können, in dem die Begeisterung für Musik und musikalische Bildung weitergegeben werden können. Ein neuer Konzertsaal verleiht dem Musikleben weit über München hinaus einen Schub. » WEITERLESEN

Der Verein setzt sich für die Errichtung eines neuen Konzertsaals im Herzen Münchens ein.

Helfen Sie mit!

Das Projekt braucht möglichst viele Unterstützer: Nur wenn viele Bürger den Wunsch nach einem neuen Konzertsaal teilen, kann die Vision Wirklichkeit werden.

» Helfen Sie mit und tragen Sie sich als Unterstützer ein

Ihre Meinung

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